Das Geisterschloss

Sonderpreis Kinderspiel 1990

Der Spielplan zeigt ein altes, ziemlich baufälliges Schloss mit vielen Fenstern. Wie es sich für ein solches Gemäuer gehört, treiben sich dort auch Spukgestalten herum. Es ist eine illustre GeselIschaft: Vampire, Hexen, Bettlakengespenster, Skelette, Mumien, Zombies und natürlich auch der unvermeidliche Ritter, der seinen Kopf unter dem Arm spazierenträgt. Aber o weh, sie alle haben ihre Schatten im Schloss verloren. Nun gilt es, sich auf die Suche danach zu machen. Denn zur Ruhe kommt der Spuk erst, wenn alle Geister ihre Schatten wiedergefunden haben. Und dazu benötigen sie die Hilfe der Spieler.

Die Schatten schauen aus den Fenstern des Schlosses heraus. Mit 21 Karten, die auf einer Seite einen Geist und auf der anderen Seite Fensterläden zeigen, werden die Fenster abgedeckt. Dabei weisen die Läden nach oben, während die Geister auf der Unterseite verdeckt sind. Eine beliebige Karte, die aber keiner ansehen darf, wird beiseite gelegt. Damit steht ein Fenster für den Spielbeginn offen. Zu dem Geisterschatten, den man dahinter sieht, muss man nun unter einem Fensterladen den passenden Geist finden. Dazu wird eine beliebige Karte umgedreht und allen gezeigt. Stimmen Geist und Schatten überein, wird die Karte aufgedeckt zum Schatten gelegt, und der erfolgreiche Spieler erhält einen Punkt. Passen Geist und Schatten nicht zusammen, wird die Karte mit dem Fensterladen nach oben auf das soeben noch geöffnete Fenster versetzt und dieses damit zugedeckt. Dafür ist jetzt ein neues Fenster mit einem anderen Schatten offen, dessen Besitzer gefunden werden muss.

Die einmal aufgedeckten Geisterkarten, die nicht zum offen liegenden Schatten passen, wechseln also ständig ihren Platz. Da nützt es dem nachfolgenden Spieler nicht viel, dass er vielleicht die richtige Karte gewusst hätte. Er muss sich vielmehr wieder auf eine ganz neue Situation einstellen. Und das macht auch den großen Reiz des Spieles aus, dass man sich nämlich die ständig wechselnden Positionen merken muss. Die bekannte MEMORY-Idee wurde hier originell abgewandelt und ergibt zusammen mit dem liebevoll gestalteten Spielmaterial eine gelungene Einheit.

Autor

Virginia Charves

Verlag

F.X.Schmid

Spieleranzahl

2
 bis 
4

Altersempfehlung

ab 
6
 Jahren

Dauer

ca. 
25
 Minuten