3D Krimi-Puzzle

Sonderpreis Puzzle 1995

Puzzle sind zugegebenermaßen eine ziemlich platte Angelegenheit. Flach auf dem Tisch liegen üblicherweise Hunderte oder Tausende gestanzter Pappteilchen, die nach stundenlanger Tüftelei ein mehr oder weniger dekoratives Bild ergeben. Dass in dieser über hundert Jahre alten Spielidee noch viel Potential für innovative Weiterentwicklungen steckt, wurde 1995 überdeutlich. Ein Meilenstein ist das 3D KRIMI-PUZZLE, welches von der Jury 1995 mit dem Sonderpreis Puzzle-Spiel ausgezeichnet wurde. Das Bemühen des Verlages, eine alte Spielidee mit Witz, Phantasie und Originalität auch für die Zukunft attraktiv zu machen, wurde mit dieser außerordentlichen Auszeichnung honoriert.

Gepuzzlet wird bei dem 3D KRIMI-PUZZLE direkt vertikal auf der hochhausförmigen Verpackungsschachtel des Spiels. Erstaunlich ist schon allein, dass die einzelnen Teile nicht dem Gesetz der Schwerkraft folgen, sondern fest ineinanderhaken. Warum aber überhaupt nur so umständlich, fragt man sich vielleicht im ersten Augenblick. Nun, weil am Schluss ein freistehendes neunstöckiges Haus vor dem Spieler steht, in dem sich ein Verbrechen ereignet hat. Irgend jemand hat eine kostbare Tiara gestohlen und nun beginnt die Suche nach dem Täter, der Täterin oder gar den Tätern. Das weiß man nicht.

Mit etwas kriminalistischem Spürsinn lässt sich die Lösung schlussfolgern, denn man erhält reichlich Indizienhinweise und Aussagen von den vielen Menschen, die sich in dem Gebäude aufhalten. Diese stehen, sitzen oder liegen in den Zimmern und in den Gängen, unterhalten sich und stellen ihrerseits Vermutungen an. Mit den Informationen aus den vielen Sprechblasen-Texten muss der Puzzler erst einmal die einzelnen Fenster an die richtige Stelle setzen. Dies ist die nächste Hürde, denn alle Fenster bestehen aus vier Teilen und diese Viererblocks sind in der Form vollkommen identisch. Im Prinzip gibt es also unzählige Kombinationsmöglichkeiten, aber nur eine ist richtig. Hilfreich dabei sind Zimmernummern, Tapetenmuster und andere logische Zusammenhänge. Erst wenn das Haus komplett „verpuzzlet“ ist kann man in Sherlock-Holmes-Manier kombinieren, denn die Lösung ergibt sich tatsächlich erst aus der Gesamtansicht des Gebäudes, weil die Tiara nämlich ausgerechnet von Mis… - aber das sollten Sie besser selbst herausfinden.

Autor

von nicht genanntem Autor

Verlag

MB

Spieleranzahl

1

Altersempfehlung

ab 
10
 Jahren

Dauer

ca. 
75
 Minuten